Reflexintegration - ein Gehirntraining

Bewegungen prägen das Gehirn

Konzentration, Aufmerksamkeit, ruhiges Sitzen, Ausdauer bei der Aufgabenbearbeitung und Sorgfalt - das sind innere reife Fähigkeiten, die vom Gehirn gesteuert werden.

Wenn ein Kind unkonzentriert und schnell ablenkbar ist, nicht ruhig sitzen und arbeiten kann, dann macht es das nicht absichtlich. Und es kann dieses Verhalten auch nicht willentlich abstellen, weshalb Ermahnungen kaum etwas bringen.

Das Kind zeigt durch seine Unruhe und Unaufmerksamkeit lediglich, dass sein Gehirn in den entsprechenden Bereichen nicht voll ausgereift ist und der "Nachreifung" bedarf.

Diese Nachreifung ist tatsächlich möglich, und zwar durch ein gezieltes Bewegungstraining. Die Übungen sprechen gezielt das Stammhirn und das Kleinhirn an. Es bilden sich neue neuronale Strukturen und die interne Kommunikation der verschiedenen Gehirnareale klappt besser. Nach und nach werden Konzentration, innere Ruhe, Ausdauer und Sorgfalt ganz leicht. Ohne Ermahnungen seitens der Eltern/Lehrer und ohne Anstrengung des Kindes.

 

Was sind Reflexe?

Wenn plötzlich ein Sonnenstrahl in Ihre Augen scheint, dann verengt sich Ihre Pupille und Sie kneifen die Augen zusammen. Nicht willentlich, sondern automatisch. Ihr Körper macht das.

Das ist ein Reflex: eine unwillkürliche, automatische, immer gleich ablaufende Reaktion auf einen bestimmten Reiz.

 

Was sind frühkindliche Reflexe?

Die verschiedenen frühkindlichen Reflexe entstehen zu verschiedenen Zeitpunkten in der Schwangerschaft und sollten am Ende des ersten Lebensjahres wieder verschwinden. Verschwinden bedeutet hier, inaktiv oder integriert sein.

Frühkindliche Reflexe haben die Aufgabe, das Kind in Bewegung zu bringen: Drehen, Robben, Krabbeln, Hochziehen, Stehen und Gehen, Grob- und Feinmotorik, sowie Raumorientierung. Parallel zu den Bewegungsstadien verknüpfen sich die verschiedenen Teilbereiche des Gehirns. Denn wenn sich der Körper bewegt, hinterlässt das neuronale Spuren im Gehirn.

 

Warum sind aktive frühkindliche Reflexe so störend?

Stellen Sie sich vor, Sie drehen den Kopf nach rechts und gleichzeitig zuckt auch ihre rechte Hand. Oder Sie nehmen einen Stift in die Hand und ihre Hand ballt sich unwillkürlich zur Faust. Oder Sie wollen sich an die Stuhllehne lehnen und ihr Rücken fängt an zu zucken. Das ist sehr, sehr störend!

All dies sind Beispiele für aktive Reflexe. Betroffene Kinder (und übrigens auch viele Erwachsene) werden permanent von ihrem eigenen Körper gestört. Dies stört die Konzentration, kostet wertvolle Zeit und führt zu Zappeligkeit. Die Kinder wollen arbeiten, können aber nicht. Sie werden oft ermahnt und ausgeschimpft, erledigen ihre Aufgaben schlechter als Klassenkameraden und fühlen sich frustriert und hilflos.

 

Warum bleiben Reflexe manchmal aktiv?

Reflexe können aktiv bleiben, wenn es in entscheidenden Entwicklungsphasen während der Schwangerschaft oder der ersten Lebensmonate zu Störungen gekommen ist. Dazu gehören u.a. eine schwierige Schwangerschaft oder großer Stress der Mutter während der Schwangerschaft, ein Kaiserschnitt oder eine überaus schwierige oder langwierige Geburt. All dies beeinträchtig die natürlichen Bewegungsmuster des Kindes. Auch in den ersten Lebensmonaten kann es, etwa durch Krankheiten, zu Störungen kommen. Es gibt auch Kinder, die z.B. die Krabbelphase überspringen. Auch dies kann zu einem nicht integrierten Reflex und damit später zu Lernstörungen führen.

 

Wie läuft das Reflexintegrationstraining ab?

Das Reflexintegrationstraining zieht sich über einen Zeitraum von rund acht Monaten.

Sie kommen mit Ihrem Kind einmal im Monat zu mir und ich teste einen Reiz. Ist er aktiv, hemme ich ihn und zeige Ihnen und Ihrem Kind Körperübungen, die jeden Tag (5 x pro Woche) ausgeführt werden müssen. Beim nächsten Termin teste ich den Reflex nochmals nach und dann gehen wir zum nächsten aktiven Reflex, mit dem wir ebenso verfahren. Am Ende des Trainings sind alle Reflexe integriert und der Körper stört nicht mehr beim Lernen und Leben.

 

Wie wirkt das Reflexintegrationstraining?

Von Monat zu Monat wird ihr Kind ruhiger, gelassener, geduldiger, ausdauernder und klarer. Es kann die Informationen, die zuvor chaotisch auf es einströmten, gezielter aufnehmen und verarbeiten. Lesen, Rechnen, Rechtschreibung und Schriftbild werden besser. Das Kind ist auch besser in der Lage Ordnung zu halten und einen Überblick über seine Aufgaben und die zeitliche Struktur zu gewinnen. Auch die emotionale Stabilität nimmt zu. All dies geschieht ganz organisch, weil das Gehirn durch die Körperübungen über die Monate besser vernetzt wird.

 

Was ist die Rolle der Eltern beim Reflexintegrationstraining?

Die Eltern helfen den Kindern bei den (fast) täglichen Übungen, die etwa eine Viertelstunde in Anspruch nehmen. Sie stellen sicher, dass das Kind die Übungen rhythmisch und korrekt ausführt und eine regelmäßige Übungsroutine aufbaut. Die Eltern achten auch darauf, dass sich das Kind nach den Übungen noch zwei Minuten im Liegen entspannt.

 

Wann sollte das Reflexintegrationstraining ausgeführt werden?

Das Reflexintegrationstraining muss fünf Mal pro Woche durchgeführt werden. Die Tageszeit ist frei wählbar. Allerdings ist es sehr schön, wenn es zu einem Ritual vor dem Schlafengehen werden kann. Dann kann das Gehirn die neuen neuronalen Verbindungen gleich im Schlaf stärken.

 


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